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Batteriewechsel in der Unterbrechungsfreien Stromversorgung

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) sind eine gute Sache. Schließlich wird die geliebte und teure Hardware mit einem konstanten Strom aus den kontinuierlich nachgeladenen Batterien gespeist. Dieses Prinzip gewährleistet eine gleichbleibende und von Netzstörungen unangetastete Stromquelle für Computer und Netzwerkequipment. Zum Betrieb solcher USV gehören regelmäßige Akkuwechsel und das ist keine große Sache!Einmal mit USV, nie mehr ohne

Als Freund kleiner Uninterruptible Power Supplies (UPS) bzw. Unterbrechungsfreier Stromversorgungen (USV) setze ich sowohl für die Heimserver als auch für die Workstations auf kleine günstige USV im Plastegehäuse. Diese sind im Gegensatz zu USV in 19″-Gehäuse bezahlbar und somit auch verteilt überall dort zu betreiben, wo es liebgewonnene Hardware und insbesondere wertvolle Nutzdaten zu schützen gilt. Kleine Spannungsabfälle im Netz oder gar Stromausfälle verlieren so definitiv ihren Schrecken. Ich persönlich könnte mir nicht mehr vorstellen, an einer Workstation konzentriert an einer Sache zu arbeiten und letztlich auf gut Glück davon auszugehen, dass auch in den nächsten entscheidenden zwei Stunden kein Stromausfall passieren möge.

Aktuell nutze ich ein paar USV-Boxen der Marke CyberPower, ergänzt von ein paar Modellen des Herstellers APC bzw. American Power Conversion. Besagte CyberPower Boxen gehen auf ein Schnäppchen vor ein paar Jahren zurück, als es mich zum Kauf mehrerer CyberPower DL850ELCD mit jeweils 850 Voltampere trieb. Bis heute ist keines dieser Exemplare ausgefallen und das spricht schon einmal für den Hersteller. Das im Jahr 1997 in den USA gegründete Unternehmen Cyber Power Systems ist mittlerweile weltweit aufgestellt, lässt genretypisch in Asien produzieren und wie gehabt: die haben bei mir einen guten Stand.

Alle paar Jahre braucht es den Batterietausch

Nun sind die DL850ELCD bei mir bereits volle vier Jahre im Dauerbetrieb. Die leise Stimme in mir flüsterte vom Batteriewechsel. Spätestens nach fünf Jahren sollte man den Akkumulator tauschen, nach zwei Jahren könnte man es auch, doch mahnen Umwelt und Portemonnaie zum umsichtigen Abwägen. Also ging mein Blick ins Netz und so ganz spontan vermochte ich die originäre Batterie CPS7-12 von B.B. Battery nicht zu finden mit Bezug auf den gewünschten Mix aus sofortiger Lieferbarkeit und gutem Preis. Stattdessen rückte schnell der Akku FP1270 von FirstPower in mein Blickfeld, knapp um die 20 EUR je Stück und mit 7 Amperestunden sogar zwei mehr als das ‘Original’. Hiervon bestellte ich im ersten Zug genau ein Exemplar, schließlich muss ja vorab geschaut werden, was man bekommt.

Das gute Günstige aus China

Der gelieferte FristPower CPS7-12 bestand die Sichtprüfung, alles war ordentlich montiert. Wo das Ding hergestellt ist, steht auf dem Akku nicht drauf, also schnell mal geschaut. Auf dem ersten Blick dachte ich, dass es sich um Tschechen handelt. Die in Prag ansässige Firstpower a.s. mit schnarchlangsamen Webserver macht schwerpunktmäßig Batterien, doch blieb ein komisches Gefühl. Also nochmals gesucht mit dem String ‘FIRSTPOWER TECHNOLOGY CO., LTD’, welcher auf der Batterie aufgedruckt ist. Und siehe da: gewohnte Chinaware. Die verkaufen sich gut und die Eckdaten der Company flößen mir ein wenig Vertrauen ein. 1993 in Shenzhen gegründet, viel hight tech und so, globaler Absatzmarkt und immerhin 1500 Mitarbeiter. “Möge mir das Ding nie um die Ohren fliegen” 😉

Ausbau und Einbau der Batterie im CyberPower DL850ELCD

Schnell gemacht, mit Ausnahme einer haarigen Stelle. Zunächst werden die zwei kleinen Kreuzschlitzschrauben an der Unterseite des Gehäuses der USV gelöst. Dann wird, 230V-Buchsen zeigen nach rechts, die Gehäusehälfte von der geschraubten Gehäuseseite beginnend vorsichtig angehoben. Auf der gegenüberliegenden Seite haben wir nun mit Gegenstücken auf beiden Gehäusehälften mehrere im Kunststoffspritzgussverfahren hergestellte Einraster. DAS ist die haarige Stelle. Hier gilt es, langsam und mit tapferem Herzen die Gegenseite (Oberseite) zu lösen, ohne den spröden Kunststoff zu brechen. Das ist zu schaffen und schnell gemacht.

Die olle Batterie wird entnommen und dank überschüssiger Kabellänge auf die Arbeitsfläche gestellt. Zuerst wird das schwarze Kabel vom negativen Pol der Batterie gelöst und dann das rote Kabel vom positiven Pol. Nun kommt das deutlich größere Exemplar von FirstPower, welches aber genau in die Aussparung des DL850ELCD passt. Vorher Kabel sauber aufstecken. Zuerst rot auf plus, dann schwarz auf minus. Batterie so einlegen, dass beim Dauerbetrieb die Oberseite der Batterie äquivalent zur Oberseite der CyberPower USV ist. Das Auflegen der Gehäusehälfte passiert rundum plan und sauber zur Unterseite. Dann wird gleichmäßig mit beiden Händen leichter Druck ausgeübt und es rastet sauber ein. Zwei Schrauben rein, fertig.

Zum Abschluss das Wort zum Sonntag

Ich selbst achte immer genau auf den Aufstellort einer USV. Für den Fall eines Brandes kann es nur gut sein, wenn die USV nicht in der Nähe brennbaren Materials steht. Deswegen betreibe ich meine USV-Geräte in 19″ Racks, welche es auch mit wenigen Höheneinheiten für den kleinen Office Space gibt. Mit aus Stahlblech gefertigten Fachböden unter und über der USV ist diese komplett von Metall umgeben und das mag ein echtes Stück Sicherheit sein. Gute Rauchmelder sind selbstverständlich, noch besser sind untereinander vernetzte Rauchmelder.

Über John Cyber

Mittleren Alters und verheiratet. An Raumfahrt und high tech interessierter Programmierer. Stets für Software- und Hardwarebasteleien zu begeistern. Fürsprecher der Privatsphäre in Computern und Netzen.

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