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Für die Nvidia-Geforce-10-Serie existieren keine Treiber für Mac OS

Ende Mai und im Juni 2016 sind die Modelle GTX 1070 und GTX 1080 von NVIDIA und diversen Lizenherstellern auf dem Markt erschienen. Im Juli folgte dann mein persönlicher Favorit, die GTX 1060. Mit 6 GB VRAM, vergleichsweise geringem Stromverbrauch und ausreichend Dampf ist die GTX 1060 wunderbar dazu imstande, bei meiner aktuellen Lieblings-Bildschirmauflösung von 3440*1440 Bildpunkten vernünftig zu arbeiten und auch mal ein Spielchen zu wagen.

Die Exemplare für die Systeme mit Windows 10 und Linux waren nach dem Stecken schnell in Betrieb genommen, bei der EVGA GeForce GTX 1060 ‚FTW+ Gaming ACX 3.0‘ im Mac OS Rechner wartete aber eine große Überraschung. NVIDIA hatte schlicht keine MAC OS Treiber für diesen Ableger der Pascal-Architektur publiziert. Das ist bis zum heutigen 02. Januar 2017 unverändert. Von EVGA wird wohl kaum etwas kommen, ebenfalls nicht von den anderen Lizenzherstellen wie Palit, Gigabyte und wie sie alle heißen mögen. Der ob des Ausbleibens einer Selbstverständlichkeit verwunderte Käufer sollte sich eben an das Unternehmen NVIDIA halten.

Mac OS auf individueller Hardware ist natürlich keine Sache der Massen, doch dürfte die Anwenderschaft in diesem Bereich weitaus größer sein als etwa beim Betriebssystem Solaris, für welches NVIDIA sehr wohl Pascal-Treiber zum Download vorhält. Immerhin drängt sich hier der Gedanke auf, dass in dem hier behandelten Komplex nicht der Bedarf das entscheidende Kriterium für NVIDIA darstellen mag, sondern mitunter auch unternehmenspolitische Vorgänge zwischen Apple und eben NVIDIA ausschlaggebend sein könnten. Gut könnte man jetzt einwenden, dass NVIDIA nicht ohne das OK von Apple Treiber für solche Grafikhardware publiziert, welche in Apple Rechnern bislang nicht verbaut worden ist. Im Anschluss ließe sich in der näheren Historie wühlen, inwiefern ein NVIDIA Treiber vor einem Apple zertifizierten Produkt für z.B. Mac Pro Rechner dagewesen sein mag. Der andere Weg wäre natürlich, das Unternehmen NVIDIA direkt zu fragen, wann entsprechende Treiber zun den Hardware-Produkten erscheinen und auch, ob ggf. von einer Unterstützung für MAC OS komplett abgesehen wird. Aus der Hackintosh-Community sind mittlerweile viele derartiger Anfragen passiert. Sowohl per Mail auch z.B. im Thread ‚When, if ever, can we expect supported drivers for MacOS?‚ im GeForce Forum der NVIDIA Corporation. Besonders dort ist es ein trauriges Schauspiel, wie auf monatelanges konkretes Nachfragen der Käuferschaft nicht ein einziges Wort seitens des Herstellers kommt. Auch sehr lesenswert der im Mai 2016 aufgemachte Thread im tonymacx86.com Forum, welcher gegenwärtig über 1600 Beiträge zählt.

So klein ist jene auf die Kombination Mac OS / NVIDIA zielende Käuferschaft sicher nicht. Etliche professionelle Anwender sind Teil dieser Menge, welche dem Desktop Betriebssystem von Apple immer noch treu bleiben, aber mit der gebotenen Lifestyle-Hardware recht wenig anfangen können. Ich denke hier z.B. an den aktuellen Mac Pro aus dem Jahre 2013. Ein teurer kleiner Rechner mit dem Erscheinungsbild eines Papierkorbes, ohne die Möglichkeit der internen Erweiterung durch PCI-E Karten oder Festplatten. Daneben dann ein Mac Mini mit lediglich zwei Kernen oder iMacs mit hübschem Design, welche für das Gebotene aber aus meiner Sicht völlig überteuert sind und bei welchen gerade wegen des Designs zig Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Allein das in der Summe immer noch famose Mac OS stellt den Attraktor dar und wie sehr würde ich mir in diesem Zusammenhang wünschen, Apple vertriebe Mac OS als Operating System für beliebige Hardware. Für mich ist ein eigenes zum Zweck und Aufstellort passendes Chassis ein Muss, ebenso will ich frei sein in der Wahl der verbauten Hardware und ich will beliebig viele SSDs und HDDs intern stecken können, neben der Selbstverständlichkeit des Bootens von ein oder zwei MVMe SSDs.

Ein spannendes Lehrstück für den geneigten Beobachter.

Über John Cyber

Mittleren Alters und verheiratet. An Raumfahrt und high tech interessierter Programmierer. Stets für Software- und Hardwarebasteleien zu begeistern. Fürsprecher der Privatsphäre in Computern und Netzen.

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